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Unter Eigenheimbesitzern und Bauherren ist Asbest in Gebäuden nach wie vor ein großes Thema. In unseren vorherigen Blogartikeln haben wir über Ihnen bereits eine Reihe von Informationen über die Auswirkungen, die Zusammensetzung und auch über eine wirksame Beseitigung von Asbest gegeben. Doch wo muss eigentlich am häufigsten mit Asbest gerechnet werden? Ist das Risiko überall gleich groß? Gibt es Anhaltspunkte, die für oder gegen eine Belastung mit dem gefürchteten Material sprechen? Im heutigen Beitrag werfen wir einen Blick auf diese Fragen und zeigen Ihnen, wo Gefahr drohen könnte und wo Sie sich eher in Sicherheit wiegen können.

Grundsätzlich gilt: Neue Häuser und Gebäude sind nicht betroffen

Die gute Nachricht gleich zu Beginn: Häuser, die nach 2005 erbaut wurden, sind von Asbest nicht betroffen. Dies ist darauf zurückzuführen, dass in Deutschland seit diesem Zeitpunkt ein vollständiges Asbestverbot besteht. Die gefürchtete Substanz kam bei Neubauten dann in keinem Fall mehr zum Einsatz. Leben Sie also in einem Haus, das 2005 oder später errichtet wurde, wird Ihnen das Thema Asbest keinen Kummer bereiten.

Augen auf bei Häusern aus den Baujahren 1960 bis 1990!

In Häusern, die zwischen 1960 und 1990 errichtet wurden, ist mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit Asbest verbaut. Insbesondere in den 1960er und 1970er Jahren war die Gefahr von Asbest noch weitestgehend unbekannt. Man ging seinerzeit davon aus, dass es sich um ein gesundheitlich unbedenkliches Baumaterial handeln würde. Daher wurde Asbest flächendeckend eingesetzt und spielte lange Jahre eine überragende Rolle im Hausbaubereich. In Ostdeutschland wurde sogar noch bis zum Zusammenbruch der DDR munter mit Asbest hantiert, bevor auch hier ein Umdenken einsetzte. Im Allgemeinen können Sie also davon ausgehen, dass ein Haus aus dem vorgenannten Zeitraum zumindest in Teilen mit Asbest belastet ist.

Manchmal ist bereits eine Sanierung erfolgt

Selbstverständlich kann es sein, dass ein Gebäude zwischenzeitlich bereits vom Asbest befreit wurde. Da eine Sanierung in manchen Fällen gar nicht so umständlich ist, wissen manche Immobilienbesitzer bzw. -verkäufer gar nicht, dass Ihr Haus bereits vom Vorbesitzer instandgesetzt worden ist. Bevor Sie in ein älteres Gebäude einziehen und dort mit Renovierungsarbeiten beginnen, sollten Sie sich aber in jedem Fall über das im Haus befindliche Material informieren. Wurde bereits eine Sanierung durchgeführt, ist alles okay. Wenn nicht, müssen Sie sich auf diesbezügliche Arbeiten einstellen.

Bis wann und wo wurde schwachgebundenes Asbest in Gebäuden verbaut?

Starkgebundenes Asbest in Gebäuden muss nicht in jedem Fall beseitigt werden. Demgegenüber ist schwachgebundenes Asbest wesentlich gefährlicher. Es setzt sich bereits bei leichter Erschütterung oder Beschädigung frei. Hinsichtlich des Verbauens bzw. des Einsatzes von schwachgebundenem Asbest in Gebäuden können Sie sich an der folgenden Übersicht orientieren:

Bis…

  • 1977 bzw. 1982 (in der DDR) wurde es bei Tragsteinen und verschiedenen anderen Bauteilen für Nachtspeicheröfen verbaut,
  • 1979 in Leichtbauplatten,
  • 1980 in Dichtungsschnüren bei Öfen und Herden, Isolierpappen, Heizkesseln und Kachelöfen sowie bei der Isolierung von Heizungsrohren,
  • Mitte der 1980er Jahre zudem in Klimaanlagen, Bremsbelegen, im Brandschutz bei Aufzügen sowie in Füllungen von Brandschutztüren und bei Verkleidungen von Heizungen, Heizlüftern, Zimmeröfen und Herden,
  • Anfang/Mitte der 1990er Jahre in Asbestzement.

 

Asbest in Gebäuden – die Fakten als Fazit

Wenn Sie Ihr Haus oder Ihre Wohnung renovieren wollen, betrachten Sie immer das Alter des Gebäudes. Ab 2005 sind Sie in jedem Fall auf der sicheren Seite. Zwischen den 1960er und 1990er Jahren müssen Sie vorsichtig sein und sich nach dem verwendeten Baumaterial erkundigen. Lassen Sie es im Zweifel untersuchen – insbesondere dann, wenn es faserig erscheint. Bedenken Sie: Asbest kann Ihre Gesundheit erheblich gefährden!

Ruthemeyer unterstützt Sie gern!

Wenn es um das Thema Asbest in Gebäuden geht, schlagen die Emotionen mitunter hoch. Viele Eigenheimbesitzer fürchten umfangreiche und teure Sanierungsmaßnahmen. Doch nur in den wenigsten Fällen wird sich die Diagnose Asbest zu einem echten Drama entwickeln. Dank ausgeklügelter Schadstoffbeseitigungsmaßnahmen, moderner Technik und gewachsener Erfahrung beim Umgang mit Asbest in Gebäuden lassen sich anstehende Sanierungen heute vielfach mit überschaubarem Aufwand und zu akzeptablen Konditionen durchführen. Das Team von Ruthemeyer steht Ihnen gern für alle weiteren Fragen, Informationen und selbstverständlich auch für ein individuelles Angebot zur Verfügung.