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Es ist nicht übertrieben zu sagen, daß 2018 wohl ein Jahrhundertsommer war. Derart lange Zeiten mit Sonnenschein und hohen Temperaturen gab es lange nicht. Die Schattenseite dieser Wärmeperiode ist jedoch eine anhaltende und übermäßige Trockenheit, die sich in verschiedener Hinsicht negativ auf die Lebensräume von Pflanzen und Tieren auswirkte. Während einige Lebewesen unter der Hitze litten, profitierten andere vom Klima des vergangenen Jahres. So trat der heimische Eichenprozessionsspinner in vielen Regionen Deutschlands zum ersten Mal als Schädling auf. Doch was ist das eigentlich für ein Tier? Was macht ihn so gefährlich? Und wieso ist überall zu hören, dass man weder den Eichenprozessionsspinner noch seine Gespinstnester selbst entfernen darf? Antworten auf diese Fragen finden Sie im nachfolgenden Beitrag.

Was ist der Eichenprozessionsspinner für ein Tier?

Beim Eichenprozessionsspinner handelt es sich um einen nachtaktiven Schmetterling, der bevorzugt in den Kronen von Eichenbäumen zu finden ist. Sein Name stammt von den häufig in langen Prozessionen umherwandernden Raupen des Falters. Diese Raupen können bis zu 3,5 Zentimeter lang werden und sind an ihren charakteristischen weißen Haaren erkennbar. Der Eichenprozessionsspinner selbst wird zwischen 25 und 32 Millimeter groß und ist eher unscheinbar. Daher nehmen ihn viele Menschen in ausgewachsenem Zustand kaum wahr und machen sich keinerlei Gedanken um die Notwendigkeit einer Schädlingsbekämpfung.

Auffällig sind auch die Gespinstnester des Eichenprozessionsspinners. Da die Raupen schon seit ihrer Geburt recht gesellig leben, bilden sie etwa ab Mitte Juni Nester. Diese Nester können bis zu einem Meter lang werden und sind daher kaum zu übersehen. Zumeist kann man sie am Stamm des Baumes oder an einem starken Ast finden.

Was macht den Eichenprozessionsspinner so gefährlich?

Die wohl gefährlichste Phase beginnt beim Eichenprozessionsspinner mit dem dritten Larvenstadium, ungefähr in den Monaten Mai/Juni. Zu dieser Zeit entwickeln sich die sogenannten Brennhaare mit dem Nesselgift Thaumetopein. Dieses Gift kann nach einer Berührung bei Menschen und Tieren zu Quaddeln, Knötchen oder Hautausschlägen führen. Das Fatale: Die Brennhaare bleiben an Kleidungsstücken und Schuhen hängen und können bei Hautkontakt immer wieder neue toxische Reaktionen auslösen. Die mikroskopisch kleinen Haare sind ferner sehr leicht und werden bereits durch schwachen Windzug fortgetragen. Eine frühzeitige Schädlingsbekämpfung ist daher überaus ratsam. Gelangen die Haare in die Atemwege oder in die Augen, kann es sogar zu einer Bronchitis bzw. zu einer Bindehautentzündung kommen.

Ein weiteres Problem, welches unbedingt eine zeitnahe Schädlingsbekämpfung auslösen sollte, ist die Tatsache, dass es durch den Eichenprozessionsspinner bei extremem Befall (insbesondere bei warmem und trockenem Wetter!) zu einem praktisch vollständigen Kahlfraß der Eichen kommen kann. Weil ein solches unangenehmes Phänomen oft erst recht spät stattfindet, ist der Baum vielfach nicht dazu in der Lage, genügend neue Triebe aufkommen zu lassen – er verdorrt. Überdies sind befallene Bäume deutlich anfälliger für weitere Parasiten und Schädlinge.

Wieso sollte die Schädlingsbekämpfung ausschließlich durch einen Profi erfolgen?

Haben Sie an Bäumen auf Ihrem Grundstück einen Befall durch den Eichenprozessionsspinner festgestellt, sollten Sie keinesfalls selbst tätig werden! Viel zu groß ist die Gefahr, dabei mehr Schaden als Nutzen anzurichten und sich selbst in Gefahr zu bringen. Um der Plage zu Leibe zu rücken sind, neben fundierten Kenntnissen auch eine spezielle Ausrüstung inklusive besonderer Schutzanzüge sowie wirksame Insektizide nötig. Auch muss bei der Schädlingsbekämpfung immer eine hochwertige Atemmaske getragen und ein spezieller Staubsauger (Asbeststaubsauger) verwendet werden. Ohne diese besondere Ausrüstung besteht die erhöhte Gefahr, mit den Brennhaaren des Eichenprozessionsspinners in Kontakt zu kommen.

Wir raten Ihnen: Wenn Sie ein Nest des Eichenprozessionsspinners entdeckt haben, nehmen Sie am besten sofort Kontakt zu uns auf. Wir sind zertifiziert und beseitigen die lästigen Raupen im Rahmen einer professionellen Schädlingsbekämpfung. So können Sie sich schon bald wieder bedenkenlos Ihrer Eiche nähern können!